Gewaltsamer Übergriff von Mitgliedern des „Revolutionären Kollektivs Flensburg“

April 29, 2019

In der Nacht vom 19.4 auf den 20.4 ist es in Flensburg zu einem Übergriff von zwei Mitgliedern des Revolutionären Kollektivs auf zwei Menschen vor dem Infoladen Subtilus gekommen.

Während die weiblich gelesene Person (im folgenden M.) noch dabei war den Infoladen zu schließen, sah die männlich gelesene Person (N.) auf dem Bürgersteig die beiden Leute vom RK. Diese waren gerade dabei ihre Köpfe zusammen zu stecken und schienen etwas zu besprechen.

Auf ein „Moin“ seitens N. antworteten die zwei Männer vom RK damit, das sie auf ihn losgingen, ihm ins Gesicht schlugen und anfingen ihn zu treten.

N. wehrte sich und M., die bemerkte was passiert, mischte sich in die Situation ein und schrie die beiden an. Sie zog einen der beiden von N. weg, stellte sich dazwischen und schrie sie weiter an, sie sollen abhauen.

Daraufhin zogen sich die beiden zurück. Sie waren anscheinend überfordert davon, noch einer Person gegenüber zu stehen und konnten mit einer Frau, die sich nicht passiv gibt, sondern eingreift, nicht umgehen.

In ihrer Geschichtsschreibung wurden die beiden von N. aus dem Infoladen heraus mit Teleskopstock und Pfefferspray angegriffen, was nur daran gescheitert ist, das M. ihn davon abgehalten habe, den beiden hinterher zu laufen.

Das Mitglieder des „Revolutionären Kollektivs Flensburg“ eine Nacht vor einem Fan-Treffen der rechts-deutschrock Band Freiwild, nichts besseres zu tun haben als Menschen vor dem Infoladen aufzulauern und dann zu versuchen sie zu verprügeln macht uns sprachlos.

Das sie ihre „Heldentaten“ abstreiten ist, nach dem Vorfall bei Black Mosquito (https://de.indymedia.org/node/29988), der von Seitens des RK als False-Flag-Aktion dargestellt wird um den Umsatz zu steigern, alles andere als verwunderlich.

Auch die Vorfälle bei der Demo des Palästinensichen Vereins, an der sie teilgenommen haben, reihen sich ein in ihre gewaltsuchende, mackerhafte Feindbild-Politik.(https://rkwatchfl.noblogs.org/post/2019/04/26/bericht-zur-rk-demo-30-03/)

Mist bauen und diesen danach zurecht zu lügen, scheint Teil ihrer Revolutionären Praxis zu sein.

Für uns ist das ganz klar kein Angriff auf Einzelpersonen. Getroffen hat es in diesem Fall zwei, gemeint sind wir mit diesem Angriff alle!

Wir fordern das RK auf, sich zu verpissen!

Wir lassen uns von euch nicht einschüchtern. Ihr könnt uns auflauern, angreifen und beschimpfen so viel ihr wollt, klein kriegen werdet ihr uns nie!

 

von Indymedia

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Bericht zur RK Demo 30.03.

April 26, 2019

Am 30. März fand in Flensburg eine Demonstration unter dem Motto »Freiheit Für Palästina« statt. Dazu aufgerufen hatte der neu gegründete Palästinensische Verein. Dem Aufruf angeschlossen und zur Demo bundesweit mobilisiert hatten die Gruppierungen Jugendwiderstand / Revolutionäres Kollektiv. Folglich im Text als RK/JW abgekürzt.

Das RK machte in Flensburg durch zahlreiche Provokationen, Drohungen und auch Angriffe gegen Linke und Anarchist*innen von sich reden. Darauf hatten sich viele Initiativen, Gruppen, Vereine und Einzelpersonen der sub/kulturellen Szene Flensburgs und auch außerhalb dieser, öffentlich gegen diese Gruppe ausgesprochen. In einem darauf folgendem Statement vom RK distanzierten sie sich ausdrücklich nicht von inner-linker Gewalt.

Flensburg lebt von seiner Vielfalt und Offenheit. Daher hatte das »Wir sagen Moin«-Bündnis nach Bekanntgabe der Demonstration, zu einem friedlichen gemeinsamen Eisessen für Vielfalt und Toleranz aufgerufen.

Daraufhin versammelten sich am 30. März ca. 50 Menschen aus unterschiedlichen Spektren in der Norderstraße zum Eis essen.

Es wurden Transpis aufgehangen und auf der Straße abgehangen.

An Menschen, die augenscheinlich die Demonstration am Nordertor besuchen wollten, wurden Flyer auf arabisch und deutsch verteilt. Es wurde darauf hingewiesen, welche Charakterzüge das RK/JW hat und warum diese dem Gedanken von einem bunten Flensburg widersprechen.

Zudem wurden die Teilnehmenden vor einer Instrumentaliserung durch diese Gruppierungen gewarnt.

Für das RK/JW gab es einen Tisch mit kostenlosen Aluhüten. Dieser wurde auch später auf der Demoroute plaziert. Eine Anspielung auf deren neuesten Verschwörungstheorien.

Zu diesem Zeitpunkt konnte der neue Palästinensische Verein ideologisch noch nicht eingeordnet werden. Der Fokus des Bündnissen und der Menschen vor Ort lag ausschließlich auf der Aufklärungsarbeit / dem Protest gegen die Gruppierungen RK/JW.

Generell möchten wir festhalten, dass die Flensburger Szene eine sehr vielseitige Szene ist. Menschen die sich mit Palästina solidarisieren hängen mit Menschen zusammen ab, die sich mit Israel solidarisieren. Die Szene ist nicht an diesem Konflikt gespalten und wird sich auch zukünftig dagegen verwehren die Welt in vereinfachte schwarz/weiß-Feindbilder einzuteilen – einig sind wir allerdings darüber, dass Antisemitismus nicht tolerierbar ist. Es gibt allerdings intern unterschiedliche Positionen dazu, was als solcher zu bewerten ist. Auch sehen viele das Schwenken von Nationalfahnen generell kritisch.

Paralell zum Eis essen in der Norderstraße fand die Freiheit für Palästina Kundgebung am Nodertor statt. Auch dort versammelten sich insgesammt ca. 55 Menschen. Die Hälfte waren Menschen vom RK /JW. Auch durch eine bundesweite Mobilisierung konnten sie anscheinend die Massen nicht nach Flensburg bewegen. Ein paar Menschen aus Magdeburg, Hamburg, Berlin und Münster waren aus ihrem Spektrum angereist.

Am Kundgebungsort standen Jugenwiderstand/Revolutionäres Kollektiv separiert vom Palästinensischen Verein.

Der Palästinensische Verein machte Gruppenfotos ohne RK/JW.

An dieser Stelle kam es seitens RK/JW zur ersten Bedrohung eines Demo Beobachters. Dieser verließ daraufhin die Kundgebung, da die verbalen Gewaltandeutungen seitens RK/JW eindeutig waren.

Die Demoroute ging vom Nordertor über die Schiffsbrücke entlang der neuen Straße zum Südermarkt. Dort wurde eine weitere Kundgebung gehalten und ein Theaterstück aufgeführt.

Begleitet wurde die Demonstration von ca. 10-12 Polizisten.

An der Kreuzung Toosbüystraße/Norderstraße kam es dann zu mehreren Zwischenfällen und zur Konfrontation zwischen den Menschen aus der Norderstraße und dem Demonstrationszug.

Ein Demonstrant hatte schon am Kundgebungsort am Nordertor ein Schild dabei, auf dem sich ein Palästinenser und ein Jude küssen (und der Aufschrift »Make Love not War«) und lief bis zu diesem Abschnitt mit in der Demonstation. In diesem Abschnitt der Demonstration beschlossen mehrere Demonstrant*innen, dass er die Demonstration verlassen soll und setzten dies mit körperlicher Gewalt durch. Laut eigenen Aussagen, war das Problem vor allem die dargestellte Homosexualität der beiden Männer. Auch noch nach der Demonstation kam es zu weiteren Bedrohungen gegen den Demonstanten, die bis heute anhalten.

Heute begehen die Palästinenser weltweit den Tag des Bodens. Ich wollte ein Statement für friedliche Lösungen statt Eskalation setzen und habe mir dafür ein Foto mit einem Juden und Palästinenser, die sich küssen, und dem Spruch „Make love not war“ als Plakat gemacht und mitgenommen. Das kam nicht bei allen so gut an.In Flensburg hat sich übrigens das Revolutionäre Kollektiv der Demo angeschlossen, die hier in Flensburg immer wieder mit Drohungen und Hassparolen gegen linkspolitische Projekte auffallen. Unterstützt wurden sie vom Jugendwiderstand aus Berlin. Beide Gruppen sind antisemitisch und sexistisch.

Gepostet von Amed Sherwan am Samstag, 30. März 2019

Liefen RK/JW und der palästinensiche Verein den anfänglichen Teil der Route separiert, war an dieser Stelle sehr deutlich, dass es dem RK /JW gelungen ist, sich vorerst hinter dem Palästinensischem Block zu verstecken und dieser unsere Gegenproteste, dem RK/JW galten, nicht richtig einrodnen konnte.

Dies hat zum Teil wahrscheinlich leider auch an unserem Auftreten gelegen. In der Dynamik der Situation haben einige von uns z.B. schon Parolen gerufen, als der Block von RK/JW noch nicht in Sichtweite war.

Bedauerlich ist auch, dass von unserer Seite aus einmal eine persönliche Bedrohung gegen ein Mitglied des RK gerufen wurde. Das ist eigentlich der Stil und das Niveau des RK/JW.

Auf die „Nazis raus“-Rufe des RK ebenfalls mit „Nazis raus“ zu reagieren , war auch nicht gerade eine analytische Hochleistung und füttert unnötigerweise die Opferhaltung des RK/JW.

Es gab keine polizeilichen Absperrungen und so traf der Gegenprotest direkt auf die Demonstration. Dies führte zu einer chaotischen, unübersichtlichen Situation, die sich das RK/JW zu nutzen machte um sich unter die Palästinensische Demo zu mischen. Vielleicht suchten sie auch Schutz in der Menge.

Seitens des RK/JW kam es in dieser Situation zu mehreren verbalen Provokationen und Drohungen, die zu einem Handgemenge zwischen Ihnen und Protestierenden führten.

Nachdem sich die Situation beruhigt hatte zog die Demonstration weiter zum Südermarkt. Auf dem Weg dorthin kam es zu einem weiteren Zwischenfall, als aus einer Bierkneipe betrunkene Menschen kamen und »Ausländer raus« der Demonstration entgegen riefen. Aus der palästinensischen Demo heraus wurde dies von einer Einzelperson mit »Scheiss Jude« beantwortet.

Am Südermarkt angekommen wurde das RK/JW von weiteren unbewachten Transpis begrüßt, welche wutentbrannt von Ihnen schnellstmöglich entfernt wurden.

Diese Transpis verwendeten Sie dann später um vor Black Mosquito ein Gruppenfoto zu machen. Dabei wurden die Transpis nach Hooligan Marnier verkehrt herum gehalten. Besonders ehrenhaft habe sie diese Transpis jedoch nicht erlangt, schließlich mussten sie nur die Knoten lösen.

Auch nach der Kundgebung am Südermarkt kam es zu Bedrohungen eines Demo Beobachters.

Am Abend kam es dann wie erwartet zu mehreren Zwischenfällen.

Eine Gruppe hat gegen den Infoladen Subtilus in der Norderstraße gepinkelt und eine Gruppe hat wiederholt vor dem Wohnprojekt Senffabrik verbal provoziert.

Außerdem waren am nächsten Tag neue Tags in der Nähe von Black Mosquito. Unter anderen »Fick Israel!« und «ANTID‘s TOD SCHLAGEN! RAJ RK« [sic!]

Wir befinden uns noch in der Reflexionsphase, aber sehen den Tag generell als erfolgreich an. Wir haben nur innerhalb von Flensburg mobilisiert und waren trotzdem mehr Menschen als das RK/JW bundesweit auf die Straße bekommt und vor allem ein ziemlich bunter Haufen – denn eins ist sicher – ganz Flensburg hasst das RK!

 

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Eisessen für Vielfalt / 30.03.

March 29, 2019

Uns hat ein Aufruf erreicht für den 30.03.2019:

Unter dem Motto »Freiheit für Palästina« ruft das Revolutionäre Kollektiv Flensburg am Samstag, den 30. März um 15.30 Uhr zu einer Demonstration auf. Der Jugendwiderstand mobilisiert dafür bundesweit.  

Das Revolutionäre Kollektiv ist in der Vergangenheit durch Gewaltandrohungen gegenüber linken Projekten in Flensburg aufgefallen und ist auch mit sexistischen Sprechchören und gesprühte Parolen massiv in Erscheinung getreten. 

Das Revolutionäre Kollektiv Flensburg ordnet sich der maoistischen Gruppe des sogenannten Jugendwiderstands zu, die immer wieder mit menschenfeindlichen Parolen und Gewalt an die Öffentlichkeit tritt und in Berlin Neukölln ganze Straßenzüge für sich beansprucht.

Die Gruppen glorifizieren nationale Befreiungskriege und verehren autoritäre Despoten, ihre Weltanschauung orientiert sich an einem völkisch-national-kommunistisch geprägten Antiimperialismus und dem damit traditionell einhergehenden Antisemitismus, Antiamerikanismus und Verschwörungsdenken. 

Mit Solidaritätsbekundungen für Palästina werben die Gruppen gezielt unter muslimischen Jugendlichen und werten Kritik an ihren Aktionen als islamophob ab.

Wir werden gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit – egal welcher Couleur – nicht widerspruchslos hinnehmen und treffen uns daher am Samstag ab 14.30 Uhr zum Eisessen und Chillen für Vielfalt in der Norderstraße!

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Antirepressions-Demo in Hamburg

March 20, 2019

Wir dokumentieren eine Stellungnahme von Indymedia über die Auseinandersetzung bei der Antirepressions-Demo mit dem dortigen RK-Ableger (um Desinformationspolitik seitens JW/RK vorzubeugen):

 

Stellungnahme zu den Vorkommnissen auf der Demonstration zum Tag der politischen Gefangenen am 16.03.19 in Hamburg

Als die Demonstration zum Tag der politischen Gefangenen vor der Roten Flora ihr Ende fand, kam es zu Rangeleien zwischen Antifaschist*innen, Personen vom Revolutionären Kollektiv Hamburg und beistehenden Demonstrant*innen. Da die Situation für Unbeteiligte einige Unklarheiten bereitet haben muss und wir einer Stellungnahme des Revolutionären Kollektivs, die die Auseinandersetzung als antideutschen Angriff phantasieren, vorbeugen wollen, sehen wir uns gezwungen, die Situation klarzustellen.

Stellungnahme zu den Vorkommnissen auf der Demonstration zum Tag der politischen Gefangenen am 16.03.19 in Hamburg

Als die Demonstration zum Tag der politischen Gefangenen vor der Roten Flora ihr Ende fand, kam es zu Rangeleien zwischen Antifaschist*innen, Personen vom Revolutionären Kollektiv Hamburg und beistehenden Demonstrant*innen. Da die Situation für Unbeteiligte einige Unklarheiten bereitet haben muss und wir einer Stellungnahme des Revolutionären Kollektivs, die die Auseinandersetzung als antideutschen Angriff phantasieren, vorbeugen wollen, sehen wir uns gezwungen, die Situation klarzustellen.

Während die Demonstration durch St. Pauli lief, stellten wir fest, dass Personen, die wir dem Revolutionären Kollektiv Hamburg zuordnen an der Demonstration teilnahmen. Das Revolutionäre Kollektiv Hamburg ist ein Ableger des Berliner Jugendwiderstands. Diese Gruppierung zeichnet sich insbesondere durch ihren dogmatischen Maoismus, Antisemitismus, völkische Bezugnahmen und Sexismus aus. Der Jugendwiderstand tritt martialisch auf und schüchtert seine politischen Gegner*innen systematisch ein. Die Bombardierung Dresdens bezeichneten sie als „Massenmord an der deutschen Zivilbevölkerung“, Mitglieder anderer linker Gruppen werden als „Trotzkistenfotzen“ bezeichnet und in Videos solidarisiert man sich mit der palästinensischen Terrororganisation PFLP. Das Revolutionäre Kollektiv Hamburg darf als lokaler Ableger des Jugendwiderstandes politisch nicht weniger kritisch betrachten werden. Des Weiteren kam es in der Vergangenheit zu Übergriffen und Drohungen von Mitgliedern des Revolutionären Kollektivs Hamburg, die wir an dieser Stelle öffentlich machen werden.

Am 31.12.2018 gab es eine Auseinandersetzung während der Silvester-Demo zum Knast. Dort kam es wohl zu Rangeleien zwischen Anhänger*innen des Revolutionären Kollektivs Hamburg und Menschen, die der politischen Ausrichtung der Gruppe kritisch gegenüberstehen. Was in dieser Nacht genau geschah, können wir nicht sagen. Fakt ist, dass der Hamburger Jugendwiderstand-Ableger die Vorkommnisse nutzte, um gegen verschiedene Gruppen und Zentren zu hetzen. Dabei waren es nur Vermutungen ihrerseits und schlichtweg falsche Informationen, die in der Stellungnahme und in den Kommentaren bei Facebook zu lesen waren. Im Nachgang wurden aus den beschuldigten Gruppen Einzelpersonen bedroht. So ein Umgang mit anderen Linken ist untragbar und zeugt davon, dass das Revolutionäre Kollektiv Hamburg der gleichen Strategie folgt wie die Gruppen in Flensburg und Berlin: Konfrontation mit anderen Linken, um kritische und emanzipatorische Politik unmöglich zu machen. Des Weiteren gab es am 25.02.2019 nach einer Solidaritäts-Demo für Musa einen Angriff auf zwei Genoss*innen die an der Demonstration teilnahmen. Dabei machte ein Anhänger des Revolutionären Kollektivs aus ca. einem Meter Entfernung Fotos von den beiden. Nach dem Foto wurde ihm unmissverständlich klargemacht, dass die Aktion daneben war. Er holte Verstärkung und diese griff die beiden Genoss*innen erneut an.

Aufgrund der bisher stattgefundenen Vorkommnisse sahen wir uns gezwungen, zum Ende der Demonstration die Situation zu nutzen und die Beteiligten vom Revolutionärem Kollektiv zu konfrontieren. Unser Ziel war es nicht – und dies sei an dieser Stelle unterstrichen – diese Menschen körperlich zu attackieren. Wir wollten ihnen deutlich machen, dass wir ihr Verhalten nicht tolerieren und ihre Beteiligung an Demonstrationen emanzipierter Gruppierungen in Hamburg verhindern wollen. Als wir den Menschen die Ansage gemacht haben, dass wir ihr Verhalten auf dem Schirm haben und weitere Übergriffe nicht dulden, baten wir sie, die Demonstration zu verlassen. Das Revolutionäre Kollektiv weigerte sich, diesem Aufruf nachzukommen, stellte sich uns in den Weg und fing an, mit Fahnenstangen auf uns einzuschlagen und uns zu schubsen. Dieses Verhalten ließen wir nicht auf uns sitzen und reagierten entsprechend. Nach einer Rangelei trennten zunächst Unbeteiligte die Lager und es kam zu kleineren Auseinandersetzungen mit denen sich mit dem Revolutionären Kollektiv solidarisierenden Menschen. Die Situation erforderte daraufhin ein deeskalierendes Zurückziehen unsererseits. Das Verhalten der anderen Demoteilnehmer*innen stimmt uns wütend und bedarf einer Stellungnahme.

Ebenfalls möchten wir uns noch mit einigen Worten an die einschreitenden Demoteilnehmer*innen wenden:
Euer Einschreiten und die spontane „bauchlinke Solidarität“ mit den Personen des Revolutionären Kollektivs empört uns. Der Umstand, dass es zu kleineren Schubsereien mit vorher Unbeteiligten kam, ist den Leuten zu verdanken, die an unseren Genoss*innen rumzerrten und versuchten, sie wegzuschieben. Unsere Intention war keine körperliche Auseinandersetzung mit Unbeteiligten. Wer aber der Meinung ist, sich mit Leuten aus dem Revolutionären Kollektiv und deren Umfeld zu solidarisieren, sollte seine Position reflektieren. Der Zeitpunkt der Konfrontation hätte, im Nachhinein betrachtet, klüger gewählt werden können. Für die sich dann entwickelnde Eigendynamik trifft uns jedoch nicht ausschließlich die Schuld. Auch die Tatsache, dass Genoss*innen von den Menschen vor Ort bzw. von Menschen, die dieser Gruppe zugeordnet werden konnten, in der Vergangenheit bereits körperlich angegangen oder bedroht wurden, ignoriert euer spontanes Handeln schlichtweg. Weiter noch: Ihr habt uns nicht zu Wort kommen lassen oder wolltet uns nicht zuhören, eure Solidarität mit den eigentlichen Täter*innen und euer Handeln aus einer puren Unwissenheit heraus stört uns.

Wir werden auch in Zukunft nicht zulassen, dass das Revolutionäre Kollektiv Hamburg versucht, in Hamburg politisch Fuß zu fassen. Wir werden sie auch zukünftig als das benennen was sie und der Jugendwiderstand sind: regressiv, sexistisch und völkisch.
Sofern die Übergriffe auf unsere Genoss*innen nicht aufhören, werden wir weiter einschreiten und unserer Meinung Gehör verschaffen. Mit uns hat das Revolutionäre Kollektiv keinen Bestand in Hamburg. Wir verurteilen ihr politisches Handeln, genau wie das der sich solidarisierenden Einzelpersonen und rufen alle emanzipatorischen Gruppen auf, diesen Aufruf zu unterstützen und zu teilen.

Es kann keine politischen Bündnisse gleich welcher Art zwischen emanzipierten Gruppen und dem Revolutionären Kollektiv geben – nicht in Hamburg und nicht anderswo!

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RK Watch Flensburg

March 15, 2019

Moin,

schon länger beobachten wir das Treiben des »Revolutionären Kollektives« in Flensburg.

Diese sexistische Schlägertruppe hat es sich (wie ihr Vorbild aus Berlin) zum Hauptziel gesetzt andere linke, emanzipatorische oder anarchistische Gruppen zu terrorisieren.

Wir haben zunächst einmal die letzten Texte über diese Gruppierung dokumentiert und eine Bilderauswahl hoch geladen. Wir haben aber noch ein umfassendes Archiv von »Aktionen« des RK gegen linke / anarchistische Projekte in Flensburg. Diese werden wir in den nächsten Tagen hier dokumentieren.

Sollte das RK weiterhin die Situation eskalieren werden wir diesen Blog auch für weitere Hintergrundinfos über die Akteure dieser Gruppierung nutzen!

Alerta!

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Bilder Februar / März 2019

March 15, 2019

Anfang März: überklebte »gegen den Horst« Aufkleber im Rummelgang:

9. März – überklebte Radio Fratz Aufkleber:

14. März: Antisemitisches Graffiti in der Ritterstraße:

14. März: Überklebte Antifa Aufkleber

14. März: Graffiti gegenüber Black Mosquito

15. März Farbanschlag auf Black Mosquito

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»Revolutionäres Kollektiv« verübt Farbanschlag auf Black Mosquito

March 15, 2019

Wir dokumentieren hier einen Artikel über den Angriff auf Black Mosquito vom 15.03.2019 – https://de.indymedia.org/node/29988

Der Konflikt mit dem Jugendwiderstand-Ableger »Revolutionäres Kollektiv« eskaliert weiter in Flensburg. Nach mehreren Drohungen in den letzten Wochen verübten die RKler in der Nacht vom 14. auf den 15. März einen Farbanschlag auf das Büro von Black Mosquito (anarchistischer Mailorder).

Am 26. Februar haben 7-8 RKler in der Nähe von Black Mosquito zwei unserer Kollegen abgepasst. Die beiden wurden umzingelt und angebrüllt, sie würden »die politische Arbeit« (durch angebliches Aufkleberkratzen) des RK sabotieren und dies sei die letzte Warnung. Nach kurzer Zeit zogen sich die RKler zurück, die Situation war jedoch bedrohlich und eindeutig auf Eskalation angelegt.

In der Nacht vom 13. auf den 14. März wurde dann vor unserem Büro alles zugestickert und das RK Logo und das Wort »Antiimp« gesprüht. Diese Art von Reviermarkierung ist vom RK bereits bekannt und ist als Drohung zu werten. Insbesondere da die Gruppe ansonsten in letzter Zeit sehr inaktiv in punkto Sprühereien oder Aufkleber war.

Black Mosquito bietet sich dabei als Feindbild schlichtweg gut an, wir liegen etwas abgelegen und so können sie hier vermeidlich ungestört Leuten auflauern oder eben sprühen gehen.

Vom 14. auf den 15. März wurde dann die komplette Fassade unserers Büros mit »Antiimp Area« und Hammer und Sichel besprüht. Die besprühten Jalousien sind nur nachts unten (an einer wenig befahrenen Kreuzung). Dieser Anschlag ist die bisherige Spitze des Eisberges des Konflikts, der seitens des RK seit ihrer Gründung eskaliert wird. Siehe dazu untenstehende Links.

Unser Vermieter hatte die Sprüherei schon nachts um 5 bemerkt und die Polizei gerufen. Diese hat Fotos von den Sprühereien gemacht – wir waren dabei nicht involviert.

Wir sehen diese Aktion als wiederholte Sabotage unserer politischen Arbeit und sind selbstverständlich nicht sonderlich davon begeistert, wenn Einsatzkräfte direkt zu unserem Laden geschickt werden.

 

Wir lassen uns nicht einschüchtern!

A Tankie is not a Friend!

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Voran mit Scheitel und dem roten Büchlein! Dem Volke dienen bis die Schwarte kracht!

March 15, 2019

Wir dokumentieren hier einen Text Hamburger Anarchist_innen vom 12.02.2019 – erschienen auf Indymedia.

 

Eine Darstellung der Problemchen mit geklonten Jungsauriern aus dem maoistischen Jurassic Park 2019 und ein Vorschlag zum Umgang damit.

Huhu, wir sind es, die degenerierten Volksfeinde, die Blutsauger, die Parasiten, die Schmarotzer, die blöden Schlampen, die antikommunistischen Szene-Zecken, die Zionistenfotzen (die sich nicht trauen, sich proletarischen Fäusten zu stellen); die natürlich auch Angst davor haben, dass es Schwanz gibt, wir sind – Ehrensache!, auch asoziale Hipster, deren Jutebeutel Schwuchtelbeutel sind; zudem lärmen wir rum und lassen arbeitende Familien sehr gerne nicht schlafen. Als unpolitische, verdrogte Hurensöhne und Trotzkistenfotzen lungern wir in unseren versifften AZs rum und sind so durchgegendert antikommunistisch-schwul, dass wir weder Ehre haben, noch nach Ruhm streben; im Gegenteil, benutzen wir unsere Szenezugehörigkeit als soziales Kapital, um uns ungestraft wie die größten Reaktionäre aufzuführen. Ach ja, gewisse Zeitabschnitte im Leben unserer Opas und Uropas finden wir auch nicht ganz so supi. Liegt wohl daran, dass die wenigsten von unseren Opas stolze deutsche Kommunisten waren. Zu guter Letzt sind wir mindestens Zionisten (oder Faschisten. Auch egal). Und Antideutsche sowieso.

Ächz. Wer auch immer mit einer Kerze in den tiefen Keller gegangen ist, er oder sie hat eine Tür aufgemacht, die längst vergessen geglaubt war, und nun kocht der Kot: Mao ist zurück im Game. Seine zeitgenössischen Jünger sehen aus wie von viel zu viel Testosteron gebeutelte, handelsüblich aufgepumpte Macker und genau so führen sie sich auch auf. Gedreht werden u.a. unterdurchschnittlicheunterirdische Rap Videos mit Hündchen, Kettchen, Keule, Hasskappe und dem roten Büchlein.

Agitiert werden sollen so, in romantisch-verstaubtes Vokabular gewickelt, das “Proletariat“ und die “Massen“. Gepredigt und durchgeprügelt werden Konzepte aus den Untiefen der Geschichte; eben des oben erwähnten kulturrevolutionären Kinnwarzenlächlers, des eisernen Vaters aller Werktätigen, bzw. des Genickschuss-Schnauzers aus der Sowjetunion, und auch zeitgenössische Linienreiniger wie Abimael Guzmán, pardon – natürlich Presidente Gonzalo, hängen in der Ruhmeshalle der leuchtenden Blüten des Proletariats. Allein Guzmán und seine Organisation Leuchtender Pfad haben eine so breite Schneise liquidierter Zivilist*innen durch Peru geschlagen, dass das Land immer noch vor Blut tropft; und er ist im Eiserner Besen-Team der kommunistischen Historie nur eine ganz kleine Nummer.

Wie ein befremdliches K-Gruppen-Echoaus den 70ern marschieren junge proletarische Speerspitzen (leider ohne die lustigen Frisuren von damals), gestählt durch Linientreue und Fitnessstudio, durchs linksradikale Universum und verteidigen die Reinheit ihrer Lehre. Zuerst mal, traditionell der eigenen Geschichte treu, untereinander, indem man sich gegenseitig als Sekte, Staatsschutzzuträger*innen, Trotzkist*innen oder mindestens liberales Bürgertum diffamiert. Relativ neu ist, dass mit revolutionärem Zorn auch auf alles andere losgegangen wird, was es so an Außer- und Antiparlamentarischem gibt. Und da wird nicht gekleckert, da wird, ganz der proletarischen Sache verpflichtet, geklotzt. Aus verschiedenen Landstrichen trudeln Nachrichten von der Neo-Avantgarde der Arbeiter*innen Klasse ein; da wird ein feministischer Block auf einer Demo in Berlin angegriffen (wegen des Transparents “Den antisemitischen Konsens brechen! Jugend gegen Antisemitismus und Rassismus!“ Geht ja gar nicht.), und in Neukölln die rote Viertelhoheit ausgerufen. Entsprechend werden nicht der Sache des Proletariats Verschriebene sowie Kippaträger oder sonst wie erkennbare Jüd*innen nicht nur verbal angegangen. Aus Flensburg hören wir u.a., dass ein Angriff auf ein linkes Wohnprojekt mit dem fröhlichen Ruf “Jetzt gibt es Schwanz, ihr Fotzen!“ eingeleitet wurde, (eingangs Zitiertes ist nur ein kleines best-of dessen, was die internationalistischen Volksfreund*innen der verweichlichten Konterrevolution bisher entgegengeschleudert haben.).

Auf der Demo gegen die Merkel-muss-weg-Kundgebung am 07.11.2018 in Hamburg hielt es eine andere Handvoll dieses Mal altgedienter Fans irgendwelcher Volkskriege für angebracht, per Transparent Israel der Apartheid zu bezichtigen. Nur unter Ausblendung größerer Hirnbereiche lässt sich meinen, dass da ein paar Verwirrte am Demo-Thema (Zitat aus dem Aufruf: “gegen extrem rechte, rassistische und antisemitische Äußerungen, Gewalttaten und Anschläge.“ Ok, missverständlich formuliert und bestimmt auch sehr klein geschrieben) vorbeidemonstriert haben. Wenn die Verwirrten ihre Show ausgerechnet zwei Tage vor dem 80. Jahrestag der Reichspogromnacht legen, tja, dann sind es offensichtlich keine Verwirrten. Die Teilnahme am Al-Quds Marsch ist eh‘ Pflicht. Steht der Jude an sich doch im Hass-Ranking der völkischen Internationalisten noch weit vor den Verräter*innen der Arbeiter*innen Klasse.

Nun ist die Existenz abstruser autoritär-kommunistischer Grüppchen, die sich der Unterstützung, der Wiederbelebung bzw. dem Andenken an allwissende, die Massen mit eiserner Faust dirigierende Diktatoren verschrieben haben, so brandneu nicht. Sie existieren seit Dekaden und genau so lange kann Mensch sich einen lustigen Abend machen, indem er sich durch ihre Propaganda klickt; da wird dem Volke gedient bis die Schwarte kracht und kein Auge trocken bleibt! Im echten Leben sind die strahlenden Funken der arbeitenden Klasse recht selten anzutreffen. Manchmal gibt es ein rotbefahntes, wie mit dem Lineal sauber ausgerichtetes Blöckchen auf einer Demo, dass dann wie ein Casting für “Berlin Babylon“ wirkt, aber meist ist es das dann schon. Das war lange ein sehr zu vernachlässigendes Problem fürs linksradikale, geschweige denn das anarchistische Universum. Die oben genannten auf der Demo gegen die MMW-Kundgebung (türlich, türlich, nur Antizionist*innen, ich schwör‘ auf meinen Großvater!) speisten sich noch aus den Traditionsvereinen der fortschrittlich-revolutionären Kräfte für den Fortschritt der revolutionären Kräfte.

Nun hat sich in den letzten Jahren, zumindest an den kommunistischen Außenbezirken was geändert – die Jugend, berauscht von revolutionärem Ungestüm und ganz Avantgarde fürs Proletariat, vors Proletariat, drängt es an den alten Haudegen vorbei. Ihre Organisationen passen immer noch in einen Kleinstwagen, sie sind aber der stahlmuckiharten Ansicht, ihre glasklare, totschlägergeprüfte Analyse gegen Linke, Linksradikale, Autonome, Anarchist*innen, Antifaschist*innen, also grundsätzlich emanzipatorisch denkende und agierende Menschen, physisch durchsetzen zu müssen.

Es hat in Hamburg eine Art stiller Hoffnung – eventuell auch eine Arroganz gegeben, dass dieser Kelch an uns vorüberziehen würde. Tat der Kelch aber nicht. Warum auch? Schnittige Scheitel, schnittiges Marschieren, eine tiefe Liebe für Volk, Nation und Heimat waren für Vollpfosten mit Allmachtphantasien schon immer reizvoll. Da erstaunt es auch nicht, dass im Spind von Club Mao ein Geschichtsbewusstsein hängt, dass Koalitionen mit Neonazis gar nicht mal soo abwegig findet. Heimat, Scheitel, eiserne Klöten, Marschformation und eine Bulldozer-Definition von politischer Arbeit sind eine große Schnittmenge, aus der sich bestimmt was machen lässt.

Keine neue Erkenntnis: Macht und Autorität sind ein weltweites Grundübel, es gilt ihr überall und mit allen nötigen Mitteln, die Luft rauszulassen. Die autoritären Kommie-Youngster sind hierbei eine spezielle Angelegenheit; halten sie sich doch laut Selbstaussage für die einzig wahren Kommunist*innen und sind zeitgleich sehr offen für Sexismus, Antisemitismus und “das Volk“.

Zugegeben: Wir lachen gerne und ausdauernd über die ortsansässigen Stalino-Hohlbratzen in ihren Bällebädern. Was aber tun mit der Handvoll geklonter Jungsaurier aus dem sozialistischen Jurassic Park, die stramm und in geschlossener Formation für Heimat und Vaterland marschieren wollen? Ignorieren, um die paar Opfer nicht größer, bzw., überhaupt wahrnehmbar zu machen? Oder nicht ignorieren, sie am Ende gar ernst nehmen? Wir denken weder noch. Das Ernstnehmen bekommen wir, auch wenn wir uns ganz doll Mühe geben, nicht hin; auf Demonstrationen, bei Veranstaltungen (insbesondere in den versifften AZs!), im Stadion, bei Kundgebungen, sozialen Zentren oder Konzerten haben sie aber definitiv nichts zu suchen. Insofern werden wir uns bemühen, dass das nicht vorkommt und fordern andere Gruppen, Initiativen und Einzelpersonen auf, es genau so zu halten.

Keine Götter, keine Regierungen, keine Zentralkomitees – Freiheit weltweit. Für die Anarchie.

Eine persönliche Ansprache noch zum Schluss: Sucht euch doch bitte ein anderes Hobby. Wir haben wirklich wichtigeres zu tun. Und wenn die Suche nach den Massen zu sehr drückt, findet ihr viel Volk in den Massengräbern in China, Russland, Peru, Kambodscha, ach, ihr wisst doch selbst am Besten, wo ihr suchen müsst.

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Friedensdemowatch zum Jugendwiderstand

March 15, 2019

Wir verweisen hier auf die ausführliche Recherche zum Jugendwiderstand Berlin von Friedensdemowatch.

 

Die Kameradschaft »Jugendwiderstand« und die Neonazis: Die maoistische Gruppe aus Berlin auf extrem rechten Wegen

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Offener Brief von Flensburger Gruppen, Initiativen und Persönlichkeiten zum Revolutionären Kollektiv: „Innerlinke“ Gewalt und Frauenverachtung – ausgeschlossen!

March 15, 2019

Wir dokumentieren hier die Distanzierung der linken Szene Flensburgs vom RK:

 

„Jugendwiderstand“ und „Revolutionäres Kollektiv“: Hass- und Gewaltparolen an Flensburger Häuserwänden

Liebe Freund*innen, liebe Genoss*innen,

in der linken Szene droht eine Auseinandersetzung zu eskalieren, wie wir das seit Jahren nicht mehr erlebt haben: Was scheinbar mit ein bisschen Plakate-Abreissen-Stress unter verschiedenen Gruppen in FL begann, ist unter der Federführung der in FL noch recht jungen Gruppe „Revolutionäres Kollektiv“ (RK) heftig zugespitzt worden.

Dabei ging es in der Chronologie von konkreter Zusammenarbeit (etwa um die Jahreswende bis zur großen FL-Widerstandsdemo vom 3. Febr.) bis hin zu sich schnell steigerndem Streit zunächst um Aufkleber und Parolen-Sprayen und dann zu massiven Attacken gegen das hiesige „AZ“ [zur Erläuterung: die RK’ler generell haben AZ = Autonome Zentren zu ihren Hauptfeinden erklärt, das sind für sie „versiffte Penner- und Drogenzentren“]. In FL sind ein autonomes Wohnprojekt, die „Senffabrik“, nebst dem Infoladen „Subtilus“ die Hauptzielscheibe der ungehemmten Aggressionen des RK. Zuletzt sind sie dort am Zaun mit ca. 12 – 15 Leuten aufgekreuzt und haben die Leute im Wohnprojekt massiv mit Sprechchören angepöbelt: „Stellt euch„, „kommt raus„, usw. Der Gipfel waren dann die Rufe „Jetzt gibts Schwanz ihr Fotzen„. (siehe Anhang)
Aus der Hooligan-Szene kommen solche Begriffe wie „Stellt euch!“ = lasst es uns per Faust, Mann-gegen-Mann austragen.

Die RK-Fakten sind:
Das „Revolutionäre Kollektiv“ hat neben spezifischen politischen Positionen – ein bewusst-inszeniertes Power-mässiges Macho-Gebahren, ein grober, platter „Maoismus“, u.a. (das alles mag ja noch diskutabel sein) – aber vor allem einen ausgeprägten Hang zur gewalttätigen Auseinandersetzung innerhalb der Linken und zur bewussten Frauenverachtung.
Beides ist innerhalb der Linken ein „no-go“ – zumal es ideologisch propagiert wird.

Konkret zur Frage der Gewaltandrohung gegen andere Linke heisst es in einer Flensburger Erklärung des RK:

„Innerlinke“ Gewalt. Ein rotes Tuch?
(…) Kein „allgemeiner Konsens gegen innerlinke Gewalt“ schützt Individuen, die politisch keine Praxis außer Drogenkonsum in ihren versifften AZs betreiben vor unserem konsequenten Schutz unserer Propaganda und Politik. (…) Wir distanzieren uns nicht von „innerlinker“ Gewalt, also Gewalt an Antikommunisten, die ihre Szenezugehörigkeit als soziales Kapital benutzen um sich ungestraft wie die größten Reaktionäre aufzuführen (..)

Und konkret zur Frauenverachtung:

(…) Und wenn ihr uns mit euren Maßstäben messt, dann mögt ihr Recht haben, dann sind wir wahrscheinlich verschieden. Wir gendern nicht und wir brechen zu Leuten nicht den Kontakt ab, weil sie mal „Fotze“ gesagt haben. (…)

Mensch mag das ja für besondere Skurrilitäten halten, für zu belächelnde „Kinderkrankheiten“ bei einer neuformierten jungen, linken Aktivistengruppe.

Damit allerdings wird dieses menschenverachtende Gebaren verharmlost!
Es droht die handfeste Konfrontation – Angst und Furcht sollen in Flensburg verbreitet werden.

Wir, alle linken und fortschrittlichen Kräfte in Flensburg sind gefordert, deutlich Stellung zu beziehen:

Keinerlei Toleranz, keinerlei Nachsicht gegenüber der propagierten Gewalt unter Linken und der propagierten Frauenverachtung durch das sogenannte „Revolutionäre Kollektiv“.
Wir alle haben unsere unterschiedlichen Vorstellungen von Politik und Lebensweise – das schliesst leidenschaftliche Debatten und Auseinandersetzungen ein, ist ein qualitativer Gewinn für alle und hilft bei der Suche nach Alternativen zum real-existierenden Kapitalismus.
Eine Zusammenarbeit auf Basis von „innerlinker“ Gewalt und Frauenverachtung ist ausgeschlossen!

Erstunterzeichner*innen:

Refugees Welcome Flensburg,
DFG-VK FL,
DKP FL,
Die ganze Bäckerei FL,
Red and Anarchist Skinheads (RASH) – FL,
Bündnis „gemeinsam solidarisch widerständig“ FL,
Antifaschistische Aktion FL,
Black Mosquito FL,
Infoladen Subtilus FL,
Wohnprojekt Hafermarkt FL,
»Wir sagen Moin« FL,
die autonome Gruppe „Kommando Breitcord“, FL
SAV-FL
anarchist black cross (abc) Flensburg
AKOPOL Flensburg
FAU FL
Wohnprojekt Senffabrik FL
Kreisvorstand DIE LINKE FL
Roter Stern Flensburg
Freies Radio Fratz
Kulturzentrum Volksbad

Katrine Hoop, Henning Nielsen (Vors. RLS-SH), Gregor Hübner, Gabi Ritter (Fraktionsvorsitzende Die LINKE, FL), Jörg Pepmeyer, Gerd Habermann, Herman U. Soldan (Kreisvorsitzender DIE LINKE Flensburg), Katharina Petersen, Leiv Eirik Voigtländer,

sowie:
Antifaschistische Aktion Neumünster

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